VOR DEM KAUF:

Denke daran,wenn du dir Chinchilla kaufen möchtest,übernimmst du viele Jahre die Verantwortung,Chins sind sehr empfindlich,und für einen guten TA muss man oft weit fahren und viel Geld bezahlen. Chinchilla sind keine Schmusetiere,sie mögen nur wenig oder garnicht gestreichelt werden,um ein Tier zutraulich zu bekommen,muss man ganz viel Zeit investieren,aber es lohnt sich. Diese Tiere sind nicht für Kinder geeignet,am besten nicht unter 15 Jahren,und wenn,dann nur, wenn ein Elternteil sich mit kümmert,und fals nötig Tierarztkosten übernimmt.Am Tag brauchen die Tiere Ruhe,und in der Nacht machen sie viel Krach,deswegen sollten sie am besten in einem Raum stehen,wo es möglich ist sich nicht gegenseitig zu stören.Ausserdem brauchen Chins Auslauf,da es Nagetiere sind,müssen evtl Gefahren wie Kabel,Pflanzen,sowie alles was krank macht aus dem Weg geräumt werden.Achtung Chins sind schnell und oft passieren Unfälle,es darf nur ganz vorsichtig gegangen werden,sonst liegt ein Chin umterm Fuss.

GESUNDHEITS-CHECK VOR DEM KAUF:

Am besten holt man sein Chin am Abend ab,dann wenn sie aktiv werden.Selbst bei einem Züchter des vertrauens sollte auf einiges geachtet werden. Der Käfig sollte sauber sein,die Trinkflaschen frei von Algen,die machen krank. Der Kot der Tiere sollte ca 1cm lang und dunkel braun bis schwarz sein,keine platten Köttelchen auf den Bettern oder sogar verschmierter Kot (Durchfall). Das Fell sollte frei von Schuppen oder Krusten sein.Nasenausfluss oder tränende Augen sind Zeichen für Erkältung.Wichtig ist ein sauberer After.Das Chin sollte nicht mager sein,wenn man beim abtasten etwas die Knochen spürt ist das normal. Ein Chin sollte nur mit Chins zusammen sein,Kaninchen,Meerschweinchen passen nicht zu Chins und ihr Futter macht krank,ausserdem können sie Krankheiten auf´s Chin übertragen.

Denke an die Geschlechtsbestimmung,besser nochmal nachgucken,auch ein Züchter kann sich irren. Dazu werde ich mal in Zukunft Bilder einstellen,ein Weibchen erkennt man, wenn Zipfel und After zusamen liegen,bei einem Böckchen liegt zwischen Zipfel und After ca 1cm.

 

WAS BRAUCHT EIN CHINCHILLA:

Als erstes einen Partner,und einen großen Käfig,um so größer um so besser,aber mindestens zu zweit 0,5m³,daß wäre 1mx1mx50cm/H,L,T. Dann wären ein oder zwei Schlafhäuser ganz gut. Sitzbretter in verschiedenen höhen,aus unbehandelten Fichtenholz. Kletteräste (Nussbaum,Apfelbaum) gut durchgetrocknet. Einstreu,am besten Holzspähne von unbehandelten Holzstämmen,im Zoohandel erhältlich. Trinkflaschen,schön sind die aus Glas,die sind gut zu reinigen. Keramiknapf fürs Futter,evtl. Heuraufe für´s Heu,sie sollte aber weit auseinanderliegene Stäbe haben,damit sich kein Tier darin verfangen kann.Sandbadewanne,hier eignen sich große Aluschüsseln zbs einen großen Hundfressnapf. ;)

Sand sollte immer zur verfügung stehen,er ist gut zum Stressabbau,genauso wie Nagestöcke. Dann brauchen sie noch Nagesteine,viele nehmen Y-tonsteien aus dem Baumarkt.Korkröhren und Tonröhren sind sehr beliebt bei den Chins,besonders im Sommer eignen sich die Tonröhren,weil sie schön kühl sind.

DAS FUTTER:

Ich nehme Berkel-Pellets,welches ich dem neuen Besitzer meiner Jungtiere mitgebe zum umgewöhnen,fals dieser anderes Futter nimmt als ich,denn es gibt auch noch andere Anbieter,wie Ovator,Beck u.s.w. am besten nimmt man die Futtersorte,wo man am besten dran kommt,Futtermühlen/oder Anbieter sollten vorher ausfindig gemacht werden.Gute Pellets und viel gutes Heu,mehr brauchen Chins nicht.(Dieses Motto habe ich selber mal geglaubt,wo ich jetzt aber von ab bin,da Chins Mangelerscheinungen haben können,trotz guter Pellets,und tollen Heu!) (Ich gebe meinen Tieren nun auch getrocknetes Obst,durch die Bahn,was sie mögen. Darunter Apfel,Erdbeeren,Ananas,Papaya,Kiwi. Ich konnte bis jetzt keine negativen Erfahrungen machen,kein Durchfall,keine Verstopfung...es muss natürlich darauf geachtet werden wie sie es vertragen,und in geringen Mengen geben. Nur durch eine ausgewogene Ernährung,kann ein Vitaminmangel vorgebeugt werden. Vitaminmangel erkennt man an schlechten Füssen (rau und schuppig),und auch an den Schleimhäuten. Dieser Mangel kann zu Entzündungen im Maul führen,so das die Tiere nicht mehr fressen mögen und abnehmen bis zum tode! Dieses Schicksal blieb mir erspart,oder besser gesagt meinen Tieren,da ich diesen Mangel rechtzeitig erkannte,und entsprechend auf Rat meines TAs handelte und handel. Mir ist egal welche Forum-Gurus meinen es besser zu wissen,und auf schlechte Zähne oder Organschäden durch Zucker hinweisen,meine Erfahrung ist eine Andere und Punkt!)

Heu nur den ersten Schnitt verwenden,Bergwiesenheu wird gerne genommen,aber da haben die Tiere oft ihren eigenen Geschmack. ;) Getrocknetes Obst,wird gerne genommen,aber nie zu viel,denn zbs Apfel wirkt abführend,ich nehme ihn gerne, wenn die Kotbällchen mal kleiner sind. Auch Brennesseln getrocknet,oder Hagebutten getrocknet lieben Chins,so wie auch Topinambur (Kartoffelpflanze). Auch hier gilt weniger ist mehr

VERGESELLSCHAFTUNG:

Sollte dein Chin bis jetzt alleine sitzen,und ich dich davon überzeugt haben dir ein weiteres Tier anzuschaffen,dann steht dir eine Vergesellschaftung bevor. Ein guter Züchter wird dabei helfen,ich auch gerne.;) Am besten eignet sich die Methode mit der kleinen Box.Die Box kann eine Transportbox sein,die sind meistens schön klein.Das Chin sollte sich nicht aufrichten können in der Box. Nehme dein Chin mit zum Züchter,und guckt euch gemeinsam ein passenes Tier aus.Oft suchen sich die Tiere ihren Partner selber aus,einfach mal ausprobieren,denn ob sich die Tiere sympatisch sind oder nicht,werden sie meist gleich zeigen. ;) Auf der Nachhausefahrt wird oft schon etwas gekuschelt,da die Fahrerei doch sehr unheimlich ist.Nun sind sie zu Hause und sitzen noch immer in ihrer Box,die nächsten Stunden sollte das auch so bleiben,es darf geschimpft werden,Pipiduschen werden verteilt,das ist okay. Es sollte nur kein Blut fließen,bei Beisserein bitte sofort abbrechen.Wunden verarzten,ein paar Tage Ruhe vor dem nächsten Versuch ist ratsam. (Bisse in Nase und Maul sind ganz schlimm,diese sollten erst abheilen,so lange die Tiere trennen.)Ich habe aus meinen Vergesellschaftungen gelernt,daß es nichts bringt Chins wieder zusammen zu setzen,wenn sie sich schon einmal gebissen haben,meine Empfehlung ist es,einen anderen Partner zu suchen,denn schnell kann es wieder zu beisserein kommen,die nicht so gut ausgehen. Erzwingen kann man nichts,daß sollte schon vor dem Kauf beachtet werden. Gleichgeschlechtliche Geschwister,oder gleichaltrige Jungtiere eignen sich deshalb am besten,wer sich sicher gehen möchte das es für immer klappt. Aber auch hier gibt es Keine Garantie!  Nach ein paar Stunden,und wenn schon zu beobachten ist,daß die Tiere ruhig sind und sich nicht angreifen,können sie in einen weiteren Käfig,dieser sollte nicht zu groß sein,Züchterkäfige eignen sich gut,vielleicht leiht dir der Züchter ja einen ;) , aber Kleintierkäfige eignen sich auch,achtet aber auf die Öffnung,die muss groß genug sein um das Chin heraus zu holen. Ist auch das gut gegangen,kommen die Beiden zusammen in den für sie hergerichteten Käfig. Dieser sollte so eingerichtet sein,daß kein Chin ihn als sein altes zu Hause erkennt. Alles muss sauber sein,und nicht nach alten bekannten riechen. Am Besten neue Häuschen und Äste.Alles etwas umstellen,und dann sollte es auch gut gehen. ;) Viel Glück dazu.

CHINCHILLA-STECKBRIEF:

Wer sich für Chins entscheidet,sollte wissen,daß er sich auf ein langes gemeinsames Leben einstellen muss.Ein Chin wird 10-15 Jahre alt,bei sehr guten Lebensbedingungen sagar 18-22 Jahre.

Sie werden 25 bis 35 cm lang,ihr Schwanz misst 15 bis 20cm,und sie wiegen im bestenfall über 600g. Aber keine Angst es gibt große und kleine Züchtungen,selbst 400g sind für ein kleines Chin normal,Züchter möchten aber gerne große Tiere,in den USA gibt es Zuchtlinien mit Gewichten über 900g.

Das Fell wilder Chinchilla ist hell bis dunkelgrau,am Bauch ist es heller,oder fast weiß. Gezüchtete Tiere gibt es in ganz vielen Farbtypen. Eines schöner als das Andere. :)    Es gibt von weiß über silberfarben,bis hin zu ganz dunklen Tieren des Farbtyps Ebony.Beim Farbtyp Beige kommen Schattierungen von Creme über Blond bis Apricot vor. Ich liebe ja gescheckte Tiere. ;)

WIE VIELE?

Die Frage ob alleine oder zu zweit,sollte sich nicht stellen,Chinchilla sind sehr soziale Tier,die niemals alleine gehalten werden sollen.Zwei weibliche Tiere können genauso gut wie zwei männliche Tiere gehalten werden,auch kleine gleichgeschlechtliche Gruppen passen oft gut zusammen.Bei männlichen Gruppen sollte darauf geachtet werden,daß keine Weibchen in der Nähe sind,sonst kann es zu rangelein kommen,wenn die Weibchen in die Brunst kommen. Wer ein Pärchen halten möchte,muss damit rechnen das im Jahre deimal Nachwuchs geboren wird.Die Tragzeit beträgt 111 Tage.In jedem Fall,muss daran gedacht werden,daß die Tiere gesund sind,keine Erbkrankheiten wie Zahnanomalien haben,deshalb gilt auch ohne Stammbaum nicht züchten! Dann muss sicher gestellt sein,daß der Nachwuchs fals dieser nicht vermittelt werden kann (oft ist es nicht leicht) einen Platz bekommen kann,einen eigenen Käfig. Bitte überlegt gut und informiert euch,bevor ihr daran denkt zu züchten.

KÄFIG:

Der Käfig sollte natürlich der Gruppe angepasst werden,was die Größe und die Ausstattung betrifft,so ist es ratsam einer großen Gruppe mehrere Versteckmöglichkeiten anzubieten,wie auch zwei Futternäpfe und Flaschen. Chinchilla mögen es zu schmusen und zu kuscheln mit ihrem Partner,aber sie wollen auch mal ihre Ruhe haben,deswegen bitte für genügend Schlafplätze sorgen,hierzu eignen sich gut Häuschen,Tonröhren oder Korkröhren. Für eine Zweiergruppe sollte eine Voliere mind 1mx1m und einer tiefe von 50cm reichen.Bei größeren Gruppen natürlich dem entsprechend  mehr. ;)

WISSENWERTES:

Das Chinchilla stammt aus Südamerika,dort leben sie in den Anden von Peru,Bolivien,Chile und Argentinien.Sie gehören zu den Nagetieren,und sind mit den Agutis,Meerschweinen und Wasserschweinen verwandt. Im 16.Jahrhundert wurde das Fell des Chinchillas in Europa bekannt. Vor allem im 18. und 19. Jahrhundert waren die Pelze für wärmende Mäntel und Jacken begehrt.Für einen Mantel braucht man über 100 Felle,entsprechend stark wurden die Chinchilla gejagt.Unsere Chins gehören zu den Kleinen Chinchillas.Sie sind eine Mischung aus dem Kurzschwanz und dem Langschwanz-chinchilla. Das große Chin gilt als ausgestorben.

Der Lebensraum des Chinchillas ist karg und rau,Sie leben in Felsregionen der Anden bis in 5000m Höhe.Dort ist es am Tag heiß,und in der Nacht sehr kalt.Vor diesen extremen Temperaturen schützt sie ihr dichter Pelz. Das Fell ist ausserdem ein guter Verdunstungsschutz,denn der Lebensraum des Chins ist sehr trocken. Bei uns können Chins nicht draußen gehalten werden,die hohe Luftfeuchtigkeit in Deutschland ist Gift für sie.

Chinchilla sind sehr gesellig,sie leben in kleinen Gruppen in Spalten und Höhlen,sie bauen ihre Eingänge tiefer als die Höhle selbst,weil das Fell keine Nässe verträgt,so kommt keine Feuchtigkeit in ihre Höhle. Chins sind während der Dämmerung und in der Nacht aktiv.Am Tage schlafen sie,und brauchen ihre Ruhe,auch unsere Heimtiere. ;)

Chinchillanachwuchs:

 Wer züchten möchte sollte einiges vorher wissen,und beachten,zum züchten sollten nur Tiere genommen werden die vom Züchter stammen,und einen Stammbaum besitzen. Sie sollten gesund und keine Erbkrankheiten wie Zahnanomalien haben. Auch ist darauf zu achten das die Tiere nicht verwant sind,und von der Farbgenetik her passen ,hier ist der Lethalfaktor wichtig. Wie velvet und velvet passt nicht zusammen und auch weisse Tiere mit weissen Tieren nicht verpaaren! Der Lethalfaktor führt zum Abortus oder einer tödlichen Fehlbildung der Jungtiere,25% der Babys kommen tot auf die Welt,oder sterben kurz nach der Geburt. Auch werden die Föten im Mutterleib resorbiert,daß Muttertier baut zu dem sehr stark ab,die Steinfrüchte verbleiben im Körper bis zur nächsten Geburt.

Vor dem züchten sollte daran gedacht werden das die Jungtiere irgendwann abgegeben werden müssen,für Abnehmer ist also zu sorgen.

Ein Weibchen trägt 111Tage +/- 1 oder 2 Tage,daß Weibchen sollte schon mind 10 Monate alt sein,und 600g wiegen,bevor es gedeckt wird.Solange das Weibchen trächtig ist sollte man es gut versorgen mit Mineralien und Vitaminen,und für ausreichende Kalkzufuhr sollte gesorgt werden. In den letzten Wochen schläft das Weibchen gerne auf der Seite,also nicht erschrecken. Meistens gebären Chins in den Morgenstunden,es ist echt toll eine Geburt mitzuerleben. Bitte vorher dafür sogen das ein Häuschen unten steht,und die Bretter schön niedrig angebracht werden.Das Weibchen bewegt sich wärend der Wehen im unteren Teil des Käfigs,es streckt sich und krümmt sich,und macht Schmerzlaute,eine Geburt ist immer sehr schwer. Wenn das Weibchen nicht gleich wieder gedeckt werden soll,muss am besten schon 2 Tage vorher das Böckchen herausgenommen werden,da sich die Scheide schon zu diesen Zeitpunkt langsam öffnet,und der Bock das Weibchen auch da schon nachdecken kann.Spätestens nach zwei/drei Geburten muss dem Tier eine Pause gegönnt werden.Bei Mehrlingsgeburten dauert es schonmal Stunden zwischen den geborenen Jungen,es kann aber auch sehr schnell gehen. Die Mutter zieht das Kind heraus,und nagt die Nabelschnur ab,danach frisst sie die Nachgeburt,daß ist auch sehr wichtig für die Milchbildung. Das Kleine liegt manchmal in der Zeit nass an der Stelle woh es die Mutter geboren hat.Es macht kleine Laute,wenn die Mutter es durch eine weitere Geburt nicht schafft es zu wärmen,und der Vater auch keine Zeit oder es noch nicht gelernt hat,dann sollte man es selber herausholen und in ein Handtuch einwickeln.Ich nehme gerne eine Rotlichtlampe,mit der ich mit ausreichend Abstand das Neugeborene anstrahle,um es warm zu halten. So wie das Weibchen zum Kind möchte,oder bereit ist es zu wärmen,bitte das Baby zurück legen,ich schiebe das Baby unter den Bauch der Mutter.Das Baby macht Laute,daß muss es auch,damit die Mutter weiß, daß es gesund und lebensfähig ist.Sie beißt dem Kleinen in den Nacken,um das zu testen,und die Lebensgeister zu wecken,ähnlich wie bei uns,der Klapps auf den Po. ;)

Chinchilla kommen voll entwickelt,und mit Haaen auf die Welt. Das Gewicht sollte über 30g liegen,bei einem guten schweren Wurf haben die Babys ein Gewicht von 50g.Nach drei Wochen haben die Kleinen ihr Gewicht verdoppelt,nach ein paar Tagen klettern sie schon herum.

WICHTIG:

Geht die Geburt nicht voran,muss schnell der TA (Tierarzt) aufgesucht werden. Folgen die Junge zu schnell,beim wärmen helfen.Bei verklebten Augen etwas Bepanthen-Augensalbe auf die Lidspalte geben,und vorsichtig die Augenlider auseinander ziehen. Wer sich das nicht zutraut geht besser zum TA.Das Sandbad ist für 8-10 Tage zu entfernen,damit es keine Gebärmutterentzündung gibt. Der Bauch der Mutter sollte nach der vollständigen Geburt abgetastet werden,wer sich das nicht zutraut fährt zum TA. Es sollte aber kein Problem sein zu fühlen ob da nochwas im Bauch ist. Wenn ja,dann alle einpacken und schnell zum TA. Die Jungtiere sollten nach der Geburt gewogen werden,und dann jeden Tag um die gleiche Uhrzeit. Das Gewicht geht manchmal erst etwas runter,da die Milch noch nicht so richtig laufen möchte,dann aber  spätestens am dritten Tag,sollte das Gewicht hoch gehen. Bitte beobachten ob die Kleinen trinken,besonders bei Mehrligsgeburten darauf achten das alle mal dran kommen,und abwechselnt an die guten Zitzen. Sollte ein Baby besonders klein sein,und ständig weggedrängelt werden,dann kann man für wenige Minuten die großen Babys herausholen. Wenn die Milch nicht gut läuft,oder weiterhin ein Tier immer zu wenig abbekommen,muss zugefüttert werden. Hier bitte alle zufüttern,damit die Grossen auch satt sind,und das Kleine die Change hat,etwas von der guten Milch zu bekommen.Rezept für die Milch: Ich nehme 10% Kondensmilch,mische etwas Traubenzucker mit rein,dann wird es besser angenommen,die Milch mit Wasser 1zu1 mischen,und per Einwegspritze oder Pipette dem Jungtier geben. Die Milch ist Handwarm zu geben.Nach dem Zufüttern dem Kleinen den Bauch massieren,immer in die gleiche Richtung,es ist zu empfehlen etwas Lefax der Milch zu zugeben,damit das Baby keine Bauchschmerzen bekommt,hierzu fragt euren TA.

 

GESUNDHEITSVORSORGE:

Zähne:

die Zähne wachsen ständig nach,damit sie die richtige Länge und Form behalten,muss das Tiere seine Zähne abwetzen können,deshalb immer Heu und Nageäste,sowie Nagesteine anbieten.

Sollte das Tier beim fressen die Ohren anlegen,die Augen zukneifen,schmatzen,krümeln und das Maul naß haben,liegt wahrscheinlich eine Zahnanomalie vor,bitte zum TA mit Chin-erfahrung gehen.Die Zähne können gekürzt werden,Zahnecken abgehobelt.

Sind die Nagezähne entfärbt,weißlich oder brüchig,wird es Kalkmangel oder Vitaminmangel sein,dieser/s ist dann zu erhöhen.

Kot:

 Chins bleiben auf Dauer nur gesund,wenn sie genügend Ballaststoffe bekommen,wie sie in Heu und Pellets enthalten sind.Um zu wissen ob die Tiere gesund sind,täglich ihre Verdauung kontrollieren. Normale Kotbällchen sind etwa einen Zentimenter lang,oval oder länglich und haben eine glatte Oberfläche. Die Farbe ist braun bis schwarz.

 Sind die Kotballen weich,so das sie platt gedrückt werden,oder sogar Schmierspuren auf den Sitzbrettern hinterlassen,ist dies Durchfall,der behandelt werden  muss. Manchmal hilft die Gabe von Perenterol,etwas mit in die Pellets geben. Etwas Brötchen kann auch helfen,wenn es nicht schnell besser wird,bitte zum TA. Verdorbenes Heu oder Pellets ausschließen,sollte das eine Ursache sein,bitte austauschen,ist ja klar. ;)

Sind die Bällchen kleiner als normal,oder werden nur wenige bzw selten welche abgesetzt,ist das Verstopfung,auch das muss behandelt werden.Bei leichter Verstopfung hilft ein Stück Apfel, auch Auslauf kann helfen,bitte keine Leckerchen geben, wird es nicht besser,bitte zumTA.

Haaringe:

Am Geschlecht des Böckchens können Haare und Fremdkörper hängenbleiben.Die führen dazu,dass der Penis gereizt wird und nicht mehr eingezogen werden kann,oder sogar abstirbt. Hebt das Tier immer wieder ruckartig das Hinterteil,und putzt auffällig und evtl heftig sein Glied,muss das untersucht werden. Den sogenannten Haarring mit einer stumpfen Pinzette entfernen,oder wenn es nicht klappt zum TA.

Augenentzündung:

Symptom ist ein milchig-wässriger Ausfluss aus den Augen. Ursache dafür kann ein Sandkorn,Staub und kleine Verletzungen sein,die zu einer Bindhautentzündung führen,wenn sie nicht behandelt werden. Der TA wird warscheinlich den Fremdkörper entfernen,und mit einer Antibiotischen Salbe behandeln.

Krämpfe:

Besonders die Hinterbeine zittern und zeigen Krämpfe,daß Chinchilla macht ungewöhnliche Verrenkungen und ist zeitweise bewegungsunfähig. Ursache kann Kalk oder Vitamin B Mangel sein, oder auch Stress,oft bei trächtigen Weibchen. Bitte zum TA eine Injektion geben lassen,und die Kalkzufuhr erhöhen,Stress vermeiden.

Wunden:

Sind Bisse an den Ohrrändern,Nase zu beobachten,daß Fell gerupft,alte und neue Bissspuren auf dem Rücken zu entdecken,sind die Tiere vielleicht nicht mehr verträglich.Das gilt zu beobachten,Wunden sauber machen,gegebenenfalls zum TA.Es bringt nichts Tiere den Stress unnötig lange auszusetzen,lieber die Gruppe trennen,bevor etwas schlimmes passiert,Chins können sich in ihrer Rivalität tötlich verletzen!

Hautpilz:

Sollte das Fell schuppig sein,Haarlose Stellen im Fell,kann das ein Hautpilz sein,die Behandlung erfolgt durch den TA,Zugabe von Fungiestop in den Sand ist zu empfehlen.

 

Knochenbrüche:

Unfälle passieren,die kleinen zarten Tiere können sich auch mal etwas brechen,beobachtet werden Bewegunsstörungen,fehlende Belastbarkeit,unnatürliche Haltung,manchmal sind Knochen sichtbar. Das Tier in einen kleinen Behälter stecken und zum TA bringen,Brüche dürfen nur vom TA behandelt werden! Nach Behandlung das Tier in einen kleinen Käfig setzen,für die Zeit der Behandlung keinen Auslauf.

Symtom Ziegenrücken:

Anzeichen sind extreme Abmagerung,eingefallener Nacken und steiler Rücken beim sitzenden Tier. Bitte wiegen,wenn sich feststellen lässt das das Tier 20-40g die Woche abnimmt,auch wenn es frisst, kann eine chronische Krankheit bzw Organschäden die Ursache sein,wie Leberschäden,Darmentzündung. Meistens durch falsche Haltung,falsches Futter. Vielleicht kann ihm noch durch ändern des Futters und einer Artgerechten Haltung geholfen werden,auf jedenfall zumTA.

Fellbeißen:

Am eigenen Körper,oder bei Artgenossen,deutet auf eine Verhaltensgestörtheit hin,mit diesem Tier nicht züchten. Anzeichen sind Löcher im Fell,Ursachen sind Stress durch Geräusche wärend der Schlafenszeit,oder Belastung durch einen überbesetzten Käfig. Bitte verdächtige Faktoren abstellen,und darauf achten ob sich das Verhalten ändert.

Giardien:

Sind Parasiten im Darm,diese sind weit verbreitet,die Chins stecken sich gegenseitig an. Symtome eines Akuten Befall sind abmagern trotz normalen Fressverhalten,der Kot ändert sich in der Konsistenz,er wird weich,manchmal zu chonischen Durchfall(Achtung Lebensbedrohlich,unbedingt den TA aufsuchen und für ausreichend Flüssigkeitszufuhr sorgen),oft ist er auch mit Schleim behaftet.Chins können lange mit Giardien unbemerkt zurecht kommen,doch nimmt die Zahl zu,wird es zu einem Problem. Bei langen Durchfall ist es ratsam eine Kotprobe beim TA zu hinterlassen. Giardien können zbs mit Panacur behandelt werden. Ich lasse alle halbe Jahre vorsorglich eine Kotprobe machen,besonders zu empfehlen wenn neue Tiere dazu kommen. Da ich selber ständig wechselne Tiere habe behandel ich einmal im Jahr,dieses geht aber nur,wenn keine trächtigen Weibchen sitzen,denn im ersten Drittel einer Trächtigkeit ist das Medikament nicht anzuwenden.

GESUNDHEITSCHECK:

Das Fell ist gleichmäßig dicht und duftig.

Die Nagezähne sind gelborange gefärbt,die Unteren sind länger als die Oberen.

Die Augen sind klar und glänzend,die Umgebung ist trocken und sauber.

Die Ohren sind sauber mit glatten Rändern.

Der After ist sauber.Nur bei sehr starkem Durchfall oder unsauberer Haltung sind After und Schwanzregion verschmutzt. Bei weißen Fell,kann das Fell um den After gelblich sein.

Der Kot ist geformt,die Sitzbretter sind sauber. Bei Durchfall werden die Köttelchen plattgetreten,und kleben an den Sitzbrettern.

P.s.

Ich bin kein Tierarzt,und ich hoffe das ihr meine Tipps nur als Hilfe annehmt.

 

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